Die Geschichte von Craps: Vom Hazard zum Würfeltisch

Verfolge die Geschichte von Craps vom englischen Hazard über New Orleans bis zur mathematisch dokumentierten Form des heutigen Spiels.

Der Spielehistoriker David Parlett führt Craps auf das englische Hazard zurück und verortet die frühe amerikanische Form im New Orleans des 19. Jahrhunderts. Seine Darstellung beschreibt eine schrittweise Regelentwicklung, nicht eine durch eine einzelne Urkunde belegte Erfindung.

Welcher Vorläufer führte zu Craps?

Der Spielehistoriker David Parlett beschreibt Hazard in The Oxford History of Board Games als europäischen Vorläufer moderner Würfelspiele. Bei Hazard konnte der Würfler eine Hauptzahl wählen. Craps vereinfachte dieses Prinzip: Die Sieben erhielt eine feste zentrale Rolle, und der Ablauf wurde um den Eröffnungswurf und einen gegebenenfalls gesetzten Punkt strukturiert.

Parlett gibt auch die oft wiederholte Erzählung wieder, Bernard de Marigny habe Hazard um 1805 nach New Orleans gebracht. Er behandelt die Entwicklung jedoch nicht als eindeutig belegtes Werk eines einzelnen Erfinders. Deshalb ist eine schrittweise Regelentwicklung die vorsichtigere Einordnung.

Warum gilt New Orleans als frühes Zentrum?

Der Karten- und Spielehistoriker David Parlett ordnet die amerikanische Entwicklung von Craps dem kulturellen Umfeld von New Orleans zu. Die Hafenstadt verband französische, englische, karibische und nordamerikanische Spieltraditionen. Dort wurde aus Hazard eine kürzere Würfelform, deren Name wahrscheinlich mit dem englischen Ausdruck „crabs“ für bestimmte Verlustwürfe zusammenhängt.

Parletts historische Darstellung unterscheidet das ältere Hazard mit wählbarer Hauptzahl von der vereinfachten amerikanischen Form. Die heutige Mathematik dokumentiert Michael Shackleford: Zwei Würfel erzeugen 36 mögliche geordnete Ergebnisse, und nach einem Punkt entscheidet dessen Wiederholung vor einer Sieben über den Ausgang.

Wie wurden die heutigen Regeln vereinheitlicht?

Parlett beschreibt, wie sich aus Hazard die vereinfachte Craps-Regelstruktur entwickelte. Für die heutige Form dokumentiert der Mathematiker und Spieleautor Michael Shackleford bei Wizard of Odds Pass Line, Don’t Pass, Come, Don’t Come und freie Odds. Diese Struktur trennt den Grundwurf von zusätzlichen Wetten und macht den mathematischen Hausvorteil jeder Wettart berechenbar.

Shacklefords Regeldokumentation zeigt, welche Ergebnisse in welcher Phase zählen und wie Auszahlungen berechnet werden. Die Wahrscheinlichkeiten der beiden Würfel bleiben davon unberührt. Einen Überblick über diese Werte findest du bei den Craps-Wetten.

Was blieb vom historischen Spiel erhalten?

Parlett beschreibt als Verbindung zum älteren Hazard die Idee, dass ein erster Wurf entweder sofort entscheidet oder eine Zielzahl für weitere Würfe festlegt. Shacklefords heutige Regeln verwenden dafür den festen Ablauf mit Come-out-Roll, Punkt, Natural und Seven Out.

Shacklefords Regeln zeigen Craps als Folge von Würfen, deren Bedeutung von der aktuellen Phase abhängt, nicht als einzelnen Würfelvergleich. Die Grundlagen der Wahrscheinlichkeit behandeln diese Struktur mathematisch, ohne aus der historischen Entwicklung eine Spielprognose abzuleiten.

Quellen

Glücksspiel kann problematisch werden. Informationen und anonyme Beratung findest du bei Check dein Spiel.