Die Geschichte von Poker und Video Poker
Lies, wie sich Poker im 19. Jahrhundert entwickelte und wie Draw Poker zur Grundlage des elektronischen Video Poker wurde.
Der Spielehistoriker David Parlett belegt Poker im frühen 19. Jahrhundert in den USA. Die Unternehmensgeschichte von International Game Technology dokumentiert mit „Draw Poker“ von 1979 einen späteren kommerziellen Meilenstein der elektronischen Variante. Für die heutigen Inhalte auf livecasino.net ist diese zweite Entwicklung entscheidend, denn mit „Poker“ ist hier Video Poker gemeint, insbesondere Jacks or Better.
Wann ist Poker erstmals eindeutig belegt?
Der Spielehistoriker David Parlett wertet auf Pagat frühe Reiseberichte und Erinnerungen aus. Danach war eine Pokerform spätestens 1829 in New Orleans bekannt. Vier Personen erhielten aus einem Deck mit 20 Karten jeweils fünf Karten und verglichen ihre Kombinationen. Jonathan H. Green und der Schauspieler Joe Cowell beschrieben diese frühe Form später unabhängig voneinander.
Diese Belege stützen einen amerikanischen Ursprung im frühen 19. Jahrhundert. Ähnlichkeiten zu älteren Spielen wie dem französischen Poque oder dem persischen As Nas sind bekannt, reichen laut Parlett aber nicht für eine lückenlose Abstammungslinie. Die Frühgeschichte sollte deshalb nicht als gesicherte Kette einzelner Erfindungen dargestellt werden.
Wie entwickelte sich das Fünf-Karten-Spiel?
Parlett beschreibt, dass sich Poker im 19. Jahrhundert von 20 auf 52 Karten erweiterte. Dadurch konnten mehr Personen teilnehmen und zusätzliche Kombinationen wie Flush und Straße verwendet werden. Draw Poker ergänzte die Möglichkeit, Karten abzulegen und zu ersetzen.
Genau dieses Ziehprinzip bildet später die Grundlage von Video Poker: Du erhältst fünf Karten, hältst ausgewählte Karten und lässt die übrigen einmal ersetzen. Die Rangfolge der Kombinationen zeigt die Poker-Blattwert-Tabelle.
Wann entstand Video Poker?
International Game Technology nennt in seiner Unternehmensgeschichte „Draw Poker“ von 1979 als frühen kommerziellen Meilenstein seines Vorgängerunternehmens SIRCOMA. Das Gerät verband die Ausgabe von fünf Karten mit Tasten zum Halten und einmaligen Wechseln. Damit wurde aus dem sozialen Kartenspiel ein einzelnes, regelbasiertes Gerät ohne Gegenspieler.
Wie entstand Jacks or Better?
Michael Shacklefords Jacks-or-Better-Dokumentation zeigt ein Paar Buben als niedrigste auszahlende Kombination; der Name beschreibt diese Schwelle. Shackleford bezeichnet unterschiedliche Auszahlungstabellen unter anderem durch die Werte für Full House und Flush: „9/6“ steht für 9 Credits pro Credit beim Full House und 6 beim Flush.
Michael Shackleford dokumentiert bei Wizard of Odds für eine 9/6-Tabelle und mathematisch optimale Halteentscheidungen einen theoretischen RTP von 99,54 % beziehungsweise einen Hausvorteil von 0,46 %. Diese Werte sind Eigenschaften der konkreten Tabelle und Strategie, keine historischen Konstanten. Den vollständigen Ablauf erklären die Video-Poker-Regeln.
Was unterscheidet Video Poker vom Tischpoker?
Beim Tischpoker spielen Personen gegeneinander und setzen auf unvollständige Informationen. Video Poker vergleicht die fertige Fünf-Karten-Hand dagegen ausschließlich mit einer festen Auszahlungstabelle. Es gibt kein Bluffen und keinen Pot. Die historische Verbindung liegt im Ziehen, Halten und in den Blattwerten, nicht im Spielablauf.
Weitere Begriffe und Abgrenzungen findest du auf der Video-Poker-Übersicht.
Quellen
- David Parlett, „History of Poker“, Pagat: https://www.pagat.com/poker/history.html
- International Game Technology, Unternehmensgeschichte: https://www.igt.com/company/about-us/history
- Michael Shackleford, „Jacks or Better“, Wizard of Odds: https://wizardofodds.com/games/video-poker/strategy/jacks-or-better/
Glücksspiel kann problematisch werden. Informationen und anonyme Beratung findest du bei Check dein Spiel.